Tierschutzhündin Choco mit Herzerkrankung läuft mit offenem Maul auf die Kamera zu

Chocos großes Herz

Choco ist eine fröhliche, liebenswürdige Hündin, die offen durchs Leben geht. Sie ist sehr kontaktfreudig und sucht besonders die Nähe von Menschen, denen sie oft ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Auch bei Kindern bleibt sie geduldig und lässt sich ausgiebig streicheln. Sie hat einfach ein großes Herz für alle.

In ihrer ersten Zeit auf dem Pferdehof meiner Freundin wirkte sie körperlich völlig fit und agil, einen schweren Befund hätte man ihr wirklich nicht zugetraut. Das geöffnete Maul beim Laufen fiel mir erst auf, als sie später bei mir in der Stadt war und die Temperaturen wärmer wurden. Dazu zog sie die Flanken ein, und beim Abhören stellte meine Tierärztin ein gurgelndes Geräusch fest. Dass Chocos großes Herz nicht nur im übertragenen Sinn zu verstehen ist, zeigte dann ein Röntgenbild der Lunge: Ihr rechtes Herz war deutlich vergrößert.

Ultraschall beim Herz-Spezialisten

Die Überweisung ging zum Kardiologen — demselben, bei dem ich schon mit Mona war und dem ich vertraue. Der Herzultraschall bestätigte den Befund: Lungenhochdruck und Rechtsherzinsuffizienz. Beim Lungenhochdruck ist der Blutdruck in den Arterien zwischen Herz und Lunge erhöht, was das rechte Herz zwingt, dauerhaft härter zu arbeiten.

Das führt mit der Zeit zur Vergrößerung und Schwächung der rechten Herzseite. Als mögliche Ursache kommt bei Choco eine frühere Lungenentzündung in Frage — sicher wissen lässt sich das bei einem Straßenhund aus Rumänien ohne jede Krankengeschichte nicht.

Choco bleibt fröhlich

Die Nachricht hat mich mehr getroffen als Choco — sie macht einfach weiter. Sie bekommt seither täglich Vetmedin und Vitofyllin, zwei Medikamente, die das Herz unterstützen und die Belastung der Lunge reduzieren. Die Kosten dafür sind nicht unerheblich und etwas, das man bei der Entscheidung für einen älteren Tierschutzhund realistisch einkalkulieren sollte.

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Die beste Zeit

Im letzten Winter mit viel Schnee erlebte ich Choco von ihrer besten Seite. Wir konnten richtig lange Spaziergänge machen, das Maul blieb weitgehend geschlossen und sie war voller Energie. Sobald die Temperaturen steigen, merkt man den Unterschied — sie wirkt manchmal etwas schlapp oder pumpt etwas.

Nach etwa neun Monaten stand die erste Kontrolluntersuchung an. Der Befund hatte sich weder verbessert noch verschlechtert — das ist bei dieser Erkrankung bereits ein gutes Ergebnis. Choco geht weiterhin gerne raus, ist neugierig und lebendig. Mit der richtigen medizinischen Versorgung und einem aufmerksamen Blick auf ihre Signale lässt sich gut mit dieser Erkrankung leben.

Tierschutzhündin mit Herzerkrankung trabt entspannt durch den Schnee
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